Die geschäftliche Entwicklung der Volksbank im Wesertal eG war auch im Jahr 2016 wieder zufriedenstellend

Kurzbericht des Vorstands

 

Bilanzsumme, betreutes Kundenvolumen und das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sind gewachsen. Ein Erfolg, der auf unser konservatives und risikobewusstes Geschäftsmodell zurückzuführen ist und damit einmal mehr die Nachhaltigkeit unseres Wirtschaftens unter Beweis stellt.

Seit jeher hat sich unser Geschäftsmodell als stabil und krisenfest erwiesen: Es ist uneingeschränkt attraktiv – trotz oder gerade aufgrund der unberechenbaren Hochs und Tiefs an den Finanzmärkten.
Wir betreiben somit ein solides, bodenständiges und auf den Bedarf unserer Kunden ausgerichtetes Bankgeschäft. Unsere Eigenkapitalstärke ist das solide Fundament unserer Bank und das Resultat einer kontinuierlichen und positiven Entwicklung der letzten Jahre. Nicht zuletzt deshalb genießt die Volksbank im Wesertal ein ungebrochen hohes Kundenvertrauen im Firmen- und im Privatkundengeschäft

Dennoch, auch unser traditionelles Bankgeschäft ist und bleibt durch zunehmende äußere Zwänge einem radikalen Wandel ausgesetzt. Geprägt von intensivem Wettbewerb, massiver Regulierung und anhaltend niedrigen Zinsen erscheinen die Rahmenbedingungen alles andere als ideal. So drückt die umstrittene Zinspolitik der Europäischen Zentralbank weiterhin unseren Zinsüberschuss. Zugleich erhöhen sich Verwaltungsaufwendungen durch komplexe Regulatorien, durch wachsenden Verbraucher- und Anlegerschutz, durch Tarifanpassungen und Investitionen in unsere Zukunftsfähigkeit. Diesem Kostendruck, auf den eine Genossenschaftsbank zum größten Teil keinen Einfluss hat, ist unser Ergebnis zwangsläufig ausgesetzt.

2016 wurden in der Volksbank wichtige Weichen für eine Migration gestellt, die im Frühjahr 2017 zum Abschluss gebracht wurde. Hintergrund ist die kürzlich erfolgte Fusion der beiden genossenschaftlichen Rechenzentralen zur Fiducia & GAD IT AG.  Seitdem liegt die Herausforderung aller Genossenschaftsbanken der ehemaligen GAD darin, ihre individuellen Prozesse über die neue IT der Fiducia & GAD abzubilden. Im Rahmen dieses digitalen Rundumschlages wird eine neue, bundesweit einheitliche Softwareanwendung namens „agree21“ eingeführt. Sie zeichnet sich durch noch mehr Flexibilität aus und wird mit zahlreichen Vorteilen gegenüber der alten Anwendungen aufwarten.
In der Volksbank im Wesertal sind seit einem Jahr nahezu sämtliche Handlungsabläufe von den Migrationsvorbereitungen betroffen. Neben dem finanziellen Aufwand erfordert das komplexe Projekt ein hohes Maß an Organisation und Flexibilität. Zahlreiche interne Bankabläufe mussten hinterfragt und teilweise neu entwickelt werden - große Datenmengen unterstanden einer manuellen Analyse und wurden für das neue System vorbereitet. Unser Personal wurde darüber hinaus umfangreich geschult, um eine sichere Einführung der neuen Bankanwendung „agree21“ zu gewährleisten.

Die gute Gesamtleistung und hohe Beratungsqualität erzielen wir durch die ambitionierte Arbeit eines starken Teams. Dies ist dem Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihrem Engagement, ihrer Kompetenz und ihrer Zielstrebigkeit zu verdanken. Sie machen unseren Erfolg erst möglich.

Unser Dank gilt ebenfalls den Mitgliedern des Aufsichtsrates für die stets partnerschaftliche Begleitung und die konstruktive, von Vertrauen und Wertschätzung geprägte Arbeit.
Ein Dankeschön für die gute Zusammenarbeit geht auch an unsere Partner der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.  

Der Blick nach vorn offenbart auch weiterhin ein anspruchsvolles Geschäftsumfeld. Der Zinsüberschuss wird weiter sinken, während die Aufwendungen nahezu konstant bleiben werden. Zusammenfassend gehen wir zukünftig von einer reduzierten, jedoch auskömmlichen Ertragssituation aus.